Spitzbuben gehören für viele fest zur Weihnachtszeit – und sobald der Duft von mürbem Teig und warmer Marmelade durch die Küche zieht, weißt du: Jetzt beginnt die Plätzchensaison. Mit diesem Rezept für klassische Spitzbuben bekommst du zarte, buttrige Ausstechplätzchen mit fruchtiger Füllung, die nicht nur hübsch aussehen, sondern auch zuverlässig gelingen.

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Warum diese Spitzbuben so besonders sind
Das Geheimnis guter Spitzbuben liegt im richtigen Mürbeteig. Er soll fein bröselig wirken, aber beim Reinbeißen zart schmelzen. Kalte Butter, Eigelb und eine kurze, zügige Verarbeitung sorgen genau dafür. Die gemahlenen Haselnüsse bringen eine leichte Nussnote hinein, die wunderbar mit der fruchtigen Marmelade harmoniert.
Was ich besonders mag: Diese Linzer Plätzchen wirken aufwendig, sind aber technisch unkompliziert. Wenn du den Teig gut kühlst und beim Ausrollen nicht hetzt, bekommst du saubere Kanten und gleichmäßige Ringe. Und wenn die Ringe nach dem Backen goldgelb auf dem Gitter liegen, weißt du, dass es gleich richtig gut wird.
Equipment, das du verwendest
Für die Spitzbuben brauchst du keine Spezialausstattung, aber ein paar Dinge erleichtern dir die Arbeit:
- Große Rührschüssel
- Frischhaltefolie
- Nudelholz
- Ausstecher für Böden und Ringe
- alternativ: 1 größeres Glas + 1 Schnapsglas
- Backbleche
- Backpapier
- Palette
- Kuchengitter
- Kleiner Topf
- Backofen (200 °C Ober-/Unterhitze)
Zutaten für ca. 30 Spitzbuben
Für den Mürbeteig
- 400 g Mehl
- 200 g Butter, kalt
- 3 Eigelb (Größe L; bei Größe M eventuell 1 zusätzlich)
- 100 g Zucker
- 50 g gemahlene Haselnüsse
- 1/2 TL Zitronenabrieb
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
Für die Füllung
- 130 g Erdbeermarmelade
- Saft von 1/2 Zitrone
Zum Fertigstellen
- Puderzucker zum Bestreuen
Spitzbuben Schritt für Schritt backen
- Mehl und Butter vorbereiten.
Gib das Mehl in eine große Schüssel. Schneide die kalte Butter in kleine Stücke und füge sie hinzu. Die Butter sollte direkt aus dem Kühlschrank kommen – so bleibt der Teig später formstabil. - Zutaten ergänzen und Teig kneten.
Gib Eigelb, Zucker, Vanillezucker, gemahlene Haselnüsse, Zitronenabrieb und Salz dazu. Verknete alles zügig zu einem glatten Teig. Arbeite nicht zu lange, damit die Butter nicht zu weich wird. Der Teig soll geschmeidig sein und nicht an den Fingern kleben. - Falls der Teig bröselig ist.
Hält er nicht richtig zusammen, kannst du ein weiteres Eigelb zufügen oder einen kleinen Schuss eiskaltes Wasser einarbeiten. Auch leicht angefeuchtete Hände helfen beim Zusammenführen. - Teig kühlen.
Forme den Teig zu einer flachen Scheibe, wickle ihn in Frischhaltefolie und lege ihn für etwa 2 Stunden in den Kühlschrank. Diese Ruhezeit ist wichtig: Der Mürbeteig entspannt sich und lässt sich später sauber ausrollen. - Backofen vorheizen.
Heize den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor. Lege die Backbleche mit Backpapier aus. - Teig ausrollen und ausstechen.
Rolle den Teig portionsweise auf einer leicht bemehlten Fläche aus. Arbeite lieber in kleineren Mengen, damit der Rest kühl bleibt. Stich gleich viele Böden und Ringe aus. Wenn du keine passenden Ausstecher hast, nimm ein Glas für die Kreise und ein Schnapsglas für die Mitte. - Backen.
Lege die ausgestochenen Plätzchen auf das Blech und backe sie auf der mittleren Schiene 8–10 Minuten. Die Spitzbuben sind fertig, wenn sie am Rand eine zarte goldgelbe Farbe annehmen. Sie sollten nicht dunkel werden. - Auskühlen lassen.
Hebe die Plätzchen vorsichtig mit einer Palette vom Blech und setze sie auf ein Kuchengitter. Lasse sie vollständig auskühlen, bevor du sie weiterverarbeitest. - Ringe bestäuben.
Bestäube die ausgekühlten Ringe großzügig mit Puderzucker. So bleibt der Zucker schön sichtbar und verschmiert später nicht mit der Marmelade. - Marmelade vorbereiten.
Gib die Erdbeermarmelade zusammen mit dem Zitronensaft in einen kleinen Topf. Erwärme sie bei niedriger Hitze und rühre, bis sie streichfähig ist. Sie soll weich sein, aber nicht kochen. - Spitzbuben zusammensetzen.
Gib auf jeden Boden etwa 1 TL der warmen Marmelade. Setze einen gezuckerten Ring darauf und drücke ihn leicht an. Lasse die fertigen Spitzbuben ruhen, damit die Füllung etwas anziehen kann.
Tipps, Troubleshooting und typische Fehler
Der Teig zerbröselt.
Das passiert häufig bei kleineren Eiern. Ergänze etwas eiskaltes Wasser oder ein zusätzliches Eigelb. Knete nur so lange wie nötig – zu langes Bearbeiten macht den Teig trocken.
Der Teig klebt beim Ausrollen.
Arbeite mit leicht bemehlter Fläche und rolle den Teig portionsweise aus. Du kannst auch etwas Frischhaltefolie über den Teig legen, damit nichts am Nudelholz haftet.
Die Plätzchen verlaufen im Ofen.
In diesem Fall war der Teig vermutlich zu warm. Kühle die ausgestochenen Plätzchen kurz im Kühlschrank, bevor sie in den Ofen kommen.
Die Marmelade läuft heraus.
Verwende keine zu flüssige Konfitüre. Falls nötig, erwärme sie kurz und lasse sie leicht einkochen, bis sie streichfähig, aber dicklich ist.
Zu dunkle Unterseite.
Behalte die Backzeit im Blick. Schon wenige Minuten machen einen Unterschied. Die Spitzbuben sollen hell bleiben und nur am Rand leicht goldgelb sein.
Aufbewahrung
In einer gut verschlossenen Dose bleiben Spitzbuben 2–3 Wochen frisch. Lege zwischen die Schichten jeweils ein Stück Backpapier, damit sie nicht zusammenkleben. So behalten sie ihre Form und der Puderzucker bleibt schön sichtbar.
Pairing-Ideen und Variationen
Traditionell werden Spitzbuben mit Hagebuttenmarmelade gefüllt. Sehr beliebt sind auch Himbeer- oder Aprikosenmarmelade. Wichtig ist immer eine eher feste Konsistenz.
Wenn du gern etwas experimentierst, kannst du unterschiedliche Formen ausstechen – Sterne oder Herzen funktionieren genauso gut. In einer gemischten Weihnachtsbäckerei passen Spitzbuben wunderbar zu Kokosmakronen oder schlichten Butterplätzchen. Zu einer Tasse schwarzem Tee oder kräftigem Kaffee schmecken sie besonders ausgewogen, weil die leichte Säure der Marmelade die Süße ausgleicht.
FAQs zu Spitzbuben
Wie lange halten Spitzbuben?
In einer luftdicht verschlossenen Dose bleiben Spitzbuben etwa 2–3 Wochen frisch. Wichtig ist, sie kühl und trocken zu lagern und Backpapier zwischen die Lagen zu legen.
Welche Marmelade eignet sich für Spitzbuben am besten?
Klassisch ist Hagebuttenmarmelade. Sehr gut passen auch Erdbeer-, Himbeer- oder Aprikosenmarmelade. Achte darauf, dass die Marmelade nicht zu flüssig ist, damit die Spitzbuben stabil bleiben.
Kann ich Spitzbuben glutenfrei backen?
Ja, mit einer glutenfreien Mehlmischung für Mürbeteig funktioniert das gut. Der Teig ist etwas empfindlicher, daher solltest du beim Ausrollen besonders vorsichtig arbeiten und ihn gut kühlen.
Fazit
Spitzbuben sind ein echter Klassiker der Weihnachtsplätzchen – zart, buttrig und gefüllt mit fruchtiger Marmelade. Wenn du den Teig kühl hältst und sorgfältig arbeitest, bekommst du perfekte, goldgelbe Ringe mit glänzender Mitte. Und spätestens wenn du in einen frischen Spitzbuben beißt und die feine Säure der Marmelade auf die mürbe Süße trifft, weißt du, warum sie jedes Jahr wieder auf dem Plätzchenteller landen sollten. Serviere sie gut durchgezogen und genieße sie ganz in Ruhe.
Entdecke weitere Rezepte
- Plätzchen mit Marmelade: Diese klassischen Ausstechplätzchen mit fruchtiger Marmeladenfüllung sind eng verwandt mit Spitzbuben und begeistern ebenfalls mit einem zarten Mürbeteig und einer süßen, leicht säuerlichen Mitte. Perfekt für die Weihnachtsbäckerei, wenn du buttrige Kekse mit Konfitüre liebst und gern verschiedene Formen ausprobierst.
- Linzer Torte: Die Linzer Torte bringt dieselbe harmonische Kombination aus nussigem Teig und fruchtiger Marmelade mit, jedoch als saftiger Kuchen. Wenn du den Geschmack von Spitzbuben magst, wirst du diese Variante mit ihrem Gittermuster und der aromatischen Füllung besonders schätzen.
- Vegane Vanillekipferl: Diese feinen, mürben Kipferl sind ein weiterer Klassiker der Weihnachtszeit. Auch sie setzen auf einen zarten Teig mit nussiger Note und passen wunderbar zu Spitzbuben auf dem Plätzchenteller – ideal, wenn du dein Gebäcksortiment um eine traditionelle, aber pflanzliche Variante erweitern möchtest.
Spitzbuben
Klassische Spitzbuben sind zarte Mürbeteigplätzchen mit einer fruchtigen Marmeladenfüllung und einer feinen Schicht Puderzucker. Der buttrige Teig mit gemahlenen Haselnüssen sorgt für ein aromatisches, leicht nussiges Aroma. Perfekt für die Weihnachtszeit und ideal zum Vorbereiten.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 10 Minuten
- Total Time: 40 Minuten
- Yield: 30 Stück
Ingredients
- 400 g Mehl
- 200 g Butter, kalt
- 3 Eigelb (Größe L)
- 100 g Zucker
- 50 g gemahlene Haselnüsse
- 1/2 TL Zitronenabrieb
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 130 g Erdbeermarmelade
- Saft von 1/2 Zitrone
- Puderzucker zum Bestreuen (ca. 20 g)
Instructions
- Mehl in eine große Schüssel geben und die kalte Butter in kleinen Stückchen hinzufügen.
- Eigelb, Zucker, Vanillezucker, gemahlene Haselnüsse, Zitronenabrieb und Salz dazugeben und alles zügig zu einem glatten Teig verkneten.
- Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
- Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und Backbleche mit Backpapier auslegen.
- Teig portionsweise ausrollen und gleich viele Böden und Ringe ausstechen.
- Plätzchen auf der mittleren Schiene 10 Minuten goldgelb backen.
- Mit einer Palette auf ein Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen.
- Die Ringe mit Puderzucker bestäuben.
- Erdbeermarmelade mit dem Zitronensaft bei niedriger Hitze verrühren, bis sie streichfähig ist.
- Auf jeden Boden 1 TL Marmelade geben, einen Ring daraufsetzen und leicht andrücken. Fest werden lassen.
Notes
- Wenn der Teig bröselig ist, kannst du 1 zusätzliches Eigelb oder einen kleinen Schuss eiskaltes Wasser ergänzen.
- Die Marmelade sollte nicht zu flüssig sein, damit die Spitzbuben stabil bleiben.
- In einer gut verschlossenen Dose sind die Plätzchen 2–3 Wochen haltbar.







