Kaum eine Quiche ruft so laut „Frühling!“ wie eine Spargelquiche mit grünem und weißem Spargel. Wenn die ersten Spargelstände am Straßenrand auftauchen, weiß ich: Es ist wieder soweit – Zeit für dieses leuchtend bunte Backwerk, das mir immer schon beim Riechen gute Laune macht. Die Mischung aus nussigem, knackigem grünem Spargel und dem milden, zarten weißen Spargel, zusammen in einer herrlich buttrigen Hülle, getoppt mit Schinken und frischem Basilikum, lässt die Wartezeit auf die Sonne fast vergessen. Statt eines schweren Mittagessens wird’s ein lockeres Frühlingsgericht, das mindestens so frisch schmeckt wie es aussieht.
Gerade an Wochenenden hole ich den Klassiker immer wieder aus der Schublade – mal für den Brunch mit Freunden, mal als warmes Abendessen nach einem langen Spaziergang. Das Besondere? Die beiden Spargelsorten geben der Quiche so viel Geschmackstiefe und Farbe, dass selbst Leute, die sonst nicht so quichebegeistert sind, immer ein zweites Stück nehmen. Und dieser Duft nach frisch gebackenem Teig, gepaart mit einem Hauch Muskat und Kräutern, macht es ehrlich schwer, bis zum Essen zu warten.

Wenn der Frühling mit einer Spargelquiche lockt
Stell dir einen Tisch voller Sonnenflecken vor, das Fenster leicht geöffnet, draußen grünt’s – und mitten auf dem Tisch: eine fluffige Spargelquiche mit grünem und weißem Spargel. Es gibt Tage, da passt nichts besser als genau so ein Gericht. Die frischen Aromen zittern förmlich schon beim Anschneiden, und dieser erste Bissen ist wie ein frischer Windstoß nach einem langen Winter. Der grüne Spargel bringt Leben ins Spiel, er bleibt bissfest und würzig, während der weiße für fein-milde Cremigkeit sorgt. Die Kombination schafft dieses typische Gefühl von „endlich Frühling!“, das man in keinem Supermarkt kaufen kann.
Ich liebe die Quiche zum Samstagsbrunch, weil sie sich vorbereiten lässt, während noch alle schlafen. Aber auch an sonnigen Abenden zusammen mit Salat, einem Glas Weißwein und den ersten Gartenkräutern – besser schmeckt für mich Spargel kaum. Wer große Tafeln von der Kindheit kennt, erinnert sich bestimmt: Spargel war immer ein Grund zum Feiern, und genau das ist diese Quiche – ein kleiner, unkomplizierter Festmoment mitten im Alltag.
Die Zutaten, die dieser Quiche das Besondere geben
- Mehl – bildet zusammen mit Butter und Ei den zarten, mürben Teig. Wer mag, nimmt auch Dinkelmehl für einen leicht nussigen Geschmack.
- Salz – hebt die Aromen und sorgt dafür, dass der Boden nicht langweilig schmeckt.
- Eier – binden die Füllung cremig und geben der Quiche Stand ohne gummiartig zu werden.
- Kalte Butter – macht den Boden extra blättrig und duftig, das Geheimnis eines guten Quiche-Teiges.
- Grüner Spargel – bringt Farbe, Biss und einen angenehm frischen, nussigen Geschmack.
- Weißer Spargel – sorgt für ein besonders feines, mildes Mundgefühl und harmoniert toll mit seinem grünen Kollegen.
- Zucker – ein Hauch davon im Kochwasser unterstreicht die Spargelsüße.
- Schlagsahne – verleiht der Ei-Masse ihren samtig-cremigen Charakter.
- Milch – gleicht alles aus, damit’s nicht zu schwer wird, und verbindet Sahne mit Ei.
- Pfeffer – für eine feine Würznote im Abgang.
- Geriebene Muskatnuss – gibt leise Wärme und Tiefe, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
- Roher Schinken – mal in feine Streifen gezupft, mal rustikal über die Füllung verteilt, ein würziger Gegenspieler zum zarten Spargel.
- Basilikum – frisch gezupft beim Servieren, setzt einen aromatischen, grünen Schlusspunkt.
See the recipe card below for the full list of ingredients and measurements.
Aus dem Teig in die Form – die Quiche nimmt Gestalt an
Zunächst bereitest du den Teig vor. Das ist kein Hexenwerk: Das [Mehl], eine Prise Salz, ein Ei und kalte Butter in Stückchen landen mit einem Schuss eiskaltem Wasser in einer Schüssel. Die Knethaken schaffen in wenigen Minuten einen glatten Mürbteig, der dann, in Folie gewickelt, im Kühlschrank ruht. Wer es wirklich schnell mag, kann einen Quiche-Teig aus dem Kühlregal nehmen – aber der Eigengeschmack von selbstgemachtem Boden verleiht dem Ganzen viel mehr Charakter.
Während der Teig zieht, kümmerst du dich um den Spargel. Beide Sorten erstmal gut waschen, den weißen gründlich schälen, die holzigen Enden entfernen. Dann entweder halbieren oder dritteln, je nach Größe und Lust auf Optik. Die Stangen dürfen für ein paar Minuten ins kochende Salzwasser mit einem Hauch Zucker – nur so lange, dass sie noch Biss behalten. Anschließend abgießen und direkt kalt abschrecken, dann bleiben sie schön grün und knackig.
Jetzt rollst du den Teig auf leicht bemehlter Fläche zu einem großzügigen Kreis, genug, um damit deine gefettete Tarteform samt Rand auszukleiden. Mit der Gabel mehrmals einstechen, Backpapier drauf und mit Hülsenfrüchten zum Blindbacken bestücken – so bäckt der Boden vor und bleibt knusprig. Kurz vorgebacken, kann er durch die restlichen Füllzutaten später nicht mehr durchweichen.
So schmilzt der Spargel in der Quiche zusammen
Für die Füllung schlägst du die restlichen Eier mit Schlagsahne auf, gibst Milch, eine Prise Salz, reichlich Pfeffer und frisch geriebene Muskatnuss dazu. Die Masse sollte homogen sein, leicht schaumig.
Jetzt kommt das eigentliche Arrangement: Die Spargelstücke verteilst du kunstvoll auf dem vorgebackenen Boden – ein wildes Durcheinander oder mit System, ganz wie du magst. Den Schinken kannst du in Streifen schneiden oder einfach mit den Fingern zupfen und locker über das Gemüse geben; ein bisschen nach Gefühl, schließlich lebt Quiche von der Kombination.
Zum Schluss gießt du die Ei-Sahne-Mischung vorsichtig darüber, am besten langsam, damit sich alles gleichmäßig verteilt. Dann geht die Form wieder in den Ofen, diesmal bei etwas reduzierter Temperatur. Während die Quiche backt, verteilt sich langsam ein unwiderstehlicher Duft aus dem Ofen: buttrig, würzig, und immer wieder dieser Hauch Spargel.
Wenn die Füllung goldgelb gebräunt und leicht aufgegangen ist, die Oberfläche sanft zurückfedert und die Ränder des Teiges knusprig wirken, holst du die Quiche heraus. Nun kurz abkühlen lassen, bevor das erste Stück herausgehoben wird – heiß läuft die Füllung sonst zu sehr auseinander, warm serviert ist sie fast cremig.
Woran du eine perfekte Spargelquiche mit grünem und weißem Spargel erkennst
Eine richtig gute Spargelquiche mit grünem und weißem Spargel erkennst du schon am Duft, ehrlich! Der Teig soll satt buttrig riechen, die Füllung etwas nach Muskat und frischen Kräutern. Ein leichter Knack beim Anschnitt, dann diese Schichtung: knuspriger Boden, zarte Creme, und darauf der abwechslungsreiche Mix aus Spargel und Schinken.
Beim ersten Biss spürst du den Unterschied zwischen grün und weiß – ein Spiel aus knackigem, leicht herbem und weichem, zurückhaltendem Aroma. Der Schinken sorgt für salzige Tiefe, ohne zu dominieren. Ein bisschen Basilikum obendrauf bringt Frische und so einen Hauch von Garten auf die Zunge. Und das Mundgefühl? Genau zwischen saftig und luftig, nie schwer, sondern immer einladend.
Die Farben sind ein Fest: saftiges Grün, mildes Weiß, zarter rosa Schinken und das goldene Braun vom gebackenen Teig. Das allein macht schon Lust auf Frühling – und darauf, gleich das nächste Stück zu nehmen.
Kleine Kniffe, Varianten und Ideen zum Servieren
Ein paar Tipps, damit deine Spargelquiche wirklich gelingt: Beim Teig lieber einmal mehr kühlen als zu wenig, das sorgt für richtigen „Shortcrust“. Den Spargel keinesfalls zu lang kochen, sonst verliert er all seinen Biss. Wenn du keine Hülsenfrüchte zum Blindbacken im Haus hast, funktionieren Reis oder grobes Salz auch hervorragend.
Wer es vegetarisch mag, lässt den Schinken einfach weg oder ersetzt ihn durch getrocknete Tomaten für ein bisschen Umami. Statt Basilikum schmeckt auch Schnittlauch, Kerbel oder ein Hauch Estragon.
Für noch mehr Frische: Serviere die Quiche mit einem knackigen Feldsalat oder jungem Rucola, dazu ein Spritzer Zitrone oder ein Joghurt-Dip mit Frühlingskräutern. Auch lauwarm oder kalt ist die Quiche ein Frühlingsknaller, zum Picknick im Park genauso wie zum entspannten Abend mit Freunden.
Zum Aufbewahren kannst du die Quiche abgedeckt im Kühlschrank parken. Auch zum Mitnehmen am nächsten Tag, etwa für den Job oder die Mittagspause im Grünen, ist sie ideal. Um sie aufzuwärmen, reicht ein paar Minuten im Backofen – dann ist der Boden wieder knusprig, und die Füllung läuft nicht weg.
FAQs about Spargelquiche mit grünem und weißem Spargel
Wie lange hält sich Spargelquiche mit grünem und weißem Spargel im Kühlschrank?
Gut abgedeckt bleibt die Quiche im Kühlschrank zwei bis drei Tage frisch. Vor dem Servieren einfach einige Minuten im Ofen oder kurz in der Mikrowelle erwärmen, damit Boden und Füllung wieder angenehm sind.
Kann ich Spargelquiche einfrieren?
Die Spargelquiche kannst du einfrieren, allerdings leidet manchmal die Konsistenz des Spargels etwas beim erneuten Aufwärmen. Am besten frierst du stückweise ein und lässt die Quiche bei Zimmertemperatur auftauen, ehe sie im Backofen regeneriert wird.
Muss es immer Schinken sein oder gibt es Alternativen?
Statt Schinken kannst du die Quiche natürlich vegetarisch halten – getrocknete Tomaten, gebratene Pilze oder kurz angebratener Räuchertofu passen super. Wer es besonders würzig mag, gibt etwas geriebenen Hartkäse über die Füllung.
Lässt sich Spargelquiche mit grünem und weißem Spargel auch am Vortag vorbereiten?
Ja! Du kannst die Quiche komplett fertig backen und einfach über Nacht im Kühlschrank lagern. Vor dem Servieren schmeckt sie lauwarm am besten – einfach kurz im Backofen aufbacken.
Zum Abschluss bleibt nur eins: Diese Spargelquiche mit grünem und weißem Spargel holt dir wirklich den Frühling direkt in die Küche. Beim Anschneiden duftet es nach zartem Gemüse, frischem Teig und einer Ahnung von Kräutergarten, und jeder Bissen ist cremig, knusprig und aromatisch zugleich. Ob zum Anlass, für Gäste oder einfach, weil du dich selbst verwöhnen willst – diese Quiche ist ein Genuss für alle, die Spargel lieben oder sich noch verlieben wollen. Vielleicht wartest du diesmal gar nicht auf das nächste große Fest, sondern machst sie einfach, wann immer dir der Sinn nach Sonne und Spargel steht.
Noch mehr leckere Rezepte
- Spargelsalat mit grünem und weißem Spargel, Tomaten und Pinienkerne: Dieser frische Salat ergänzt perfekt die Aromen der Spargelquiche und ist ein tolles Frühlingsgericht.
- Gebackene Spargel-Schnitzel-Röllchen: Eine kreative Methode, um Spargel zu genießen, die sich ebenfalls gut für Brunch oder Abendessen eignet.
- Eier-Salat im Glas: Dieser Salat ist eine köstliche Ergänzung zu deiner Mahlzeit und nutzt auch Eier als Grundzutat, was die Quiche bereichert.

Spargelquiche mit grünem und weißem Spargel
Equipment
- Tarteform
Ingredients
Ingredients
- 250 g Mehl + etwas für die Arbeitsfläche
- Salz
- 4 Eier (Gr. M)
- 125 g kalte Butter
- 250 g grüner Spargel
- 250 g weißer Spargel
- 1 TL Zucker
- 200 g Schlagsahne
- 50 ml Milch
- Pfeffer
- geriebene Muskatnuss
- 100 g roher Schinken
- 1 Handvoll Basilikum
Instructions
Instructions
- Mehl, 1 Prise Salz, 1 Ei, Butter in Stückchen und 2 EL kaltes Wasser mit den Knethaken des Handrührgerätes zu einem Teig verkneten. In Frischhaltefolie wickeln und ca. 30 Minuten kalt stellen. Tempo-Tipp: Wer nicht selber kneten möchte und wenig Zeit hat, verwendet fertigen Quiche- und Tarteteig aus der Kühlung. Der kann direkt in die Form gegeben und gefüllt werden.
- Inzwischen weißen Spargel waschen, schälen und die holzigen Enden abschneiden. Grünen Spargel waschen, holzige Enden abschneiden. Alle Spargelstangen halbieren oder dritteln und in kochendem Salzwasser mit Zucker ca. 3 Minuten garen.
- Teig durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis (ca. 35 cm Ø) ausrollen. Eine gefettete, mit Mehl ausgestäubte Tarteform (26 cm Ø) damit auslegen. Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen, mit Backpapier belegen und Hülsenfrüchte einfüllen. Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 200 °C/ Umluft: 180 °C) auf der untersten Schiene ca. 15 Minuten blindbacken.
- 4 Eier und Sahne gründlich verquirlen, mit Salz, Pfeffer und Muskat kräftig abschmecken. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis (ca. 30 cm Ø) ausrollen. In eine gefettete, mit Mehl ausgestreute Tarteform (26 cm Ø) geben, Rand leicht andrücken.
- Schlagsahne, Milch und restliche Eier in einer Schüssel verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
- Tarte aus dem Ofen nehmen, Hülsenfrüchte und Backpapier entfernen. Spargel auf der Tarte verteilen. Schinken in Streifen schneiden oder in Stücke zupfen und auf dem Gemüse verteilen. Sahne-Ei-Mischung einfüllen. Spargelquiche im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 180 °C/ Umluft: 160 °C) 35–45 Minuten backen.
- Spargelquiche aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und nach Belieben mit Basilikum garnieren.






